Dienstleistungswirtschaft

Dienstleistungswirtschaft

Breites Dienstleistungsangebot im Land

  • Altenpflegerin und Seniorin (Quelle: Alexander Raths, Fotolia)

    14

  • IT-Spezialist im Rechenzentrum (Quelle: kjekol, Fotolia)

    24

  • Lastwagenfahrer am Steuer (Quelle: kzenon, Fotolia)

    34

  • Physiotherapeut mit Patient (Quelle: , Fotolia)

    44

Die Stärke des Dienstleistungssektors Baden-Württemberg liegt in seiner Bandbreite. Das Spektrum reicht von hochqualifizierten wissensintensiven und unternehmensbezogenen Dienstleistungen, zum Beispiel Forschung und Entwicklung, Ingenieur- und technische Dienstleistungen, IKT-Dienste, Wirtschaftsberatung, Finanzdienstleistungen, Logistik und Mobilität, bis hin zur Vielfalt der personenbezogenen Dienstleistungen in Gesundheit und Pflege, Tourismus und Freizeit, Bildung- und Erziehung sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Eine enge Verzahnung der Produktion mit innovativen Dienstleistungen ist gerade für die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen exportorientierten Unternehmen von großer Bedeutung. Immer mehr Sachgüter werden mit Dienstleistungen zu komplexen Produktbündeln und Komplettlösungen kombiniert. Deshalb haben gerade die wissensintensiven und unternehmensbezogen Dienstleistungen im Land eine besonders große Bedeutung. 

Wertschöpfungsbeitrag des Dienstleistungssektors

Die Dienstleistungswirtschaft hat in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich zur wirtschaftlichen Leistung und vor allem zur Beschäftigung in Baden-Württemberg beigetragen. Inzwischen trägt der Dienstleistungssektor mit über 60 Prozent zur Wertschöpfung und mit über 67 Prozent zur Beschäftigung der Gesamtwirtschaft Baden-Württembergs bei.

Hinzu kommt, dass gerade in Baden-Württemberg viele Dienstleistungen von den forschungsintensiven Industrieunternehmen selbst erbracht werden, sodass der Wertschöpfungsbeitrag von Dienstleistungen allein auf den  Dienstleistungssektor bezogen die Situation unterzeichnet.

Positiv auf die weitere Entwicklung der Dienstleistungswirtschaft im Land dürften sich auch wesentliche Zukunftstrends wie beispielsweise die Digitalisierung und Vernetzung der Produktion (Industrie 4.0) als Querschnittstechnologie und die Internetwirtschaft im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft auswirken. Darüber hinaus dürfte der demografische Wandel wesentliche Impulse vor allem auf die Betreuungs- und Gesundheitsdienstleistungen (Gesundheitswirtschaft) auslösen.

Zukunftsfelder der Dienstleistungswirtschaft

Die Zukunftsfelder der Dienstleistungwirtschaft mit hohen Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungspotenzialen liegen unter anderem in folgenden Bereichen:

  • unternehmensnahe Dienstleistungen, insbesondere technische und IKT-Dienstleistungen sowie produktbegleitende Dienstleistungen
  • Logistik und Mobilitätsdienstleistungen
  • Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere Software/Games, Architektur und Design
  • Gesundheitswirtschaft (Gesundheitsdienstleistungen einschließlich Pflege)
  • Bildung (insbesondere Fort- und Weiterbildung) sowie Kinderbetreuung
  • Planungs- und Entwicklungsdienstleistungen sowie Beratungs- und Informationsdienste im Zukunftsfeld "nachhaltiges Wirtschaften", z.B. im Bereich der Energieeffizienz
  • Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie Sport
  • ein grundsätzliches Wachstumspotenzial bei haushaltsnahen Dienstleistungen.

Dienstleistungswissenschaft

Entscheidend für den Erfolg von Dienstleistungen sind dabei, wie bei Produkten auch, nicht zuletzt die Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung. Die relativ junge Disziplin der Dienstleistungsforschung hat sich seit Mitte der 90er Jahre entscheidend entwickelt. In Fachkreisen wird hier bereits von einer entsprechenden Dienstleistungswissenschaft (Service Science) gesprochen. Der Wissenstransfer aus der Dienstleistungsforschung in kleine und mittlere Unternehmen wird deshalb vom Finanz- und Wirtschaftsministerium besonders unterstützt.


Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Banner zum Portal DL2100.de

Fußleiste